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Mit Spaß durchs Kindergartenalter: Spielerisch die Feinmotorik fördern

Feinmotorik fördern kann Spaß machen!

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Immer, wenn ich etwas von Förderung von Kleinkindern lese, läuft es mir insgeheim kalt den Rücken herunter. Ich frage mich dann oft, warum man Kinder nicht einfach Kinder sein lässt. Warum muss ein Kind immer gefördert werden? Das hat immer einen faden Beigeschmack von “Elite”, denn mein Kind muss ja das beste sein. Was ich aber klar von dieser Art “Förderung” unterscheide, ist ein Spielangebot, das Kinder freiwillig annehmen können – oder auch nicht. Aktuell hat unsere Kleine einen riesigen Spaß an Spielen, in denen sie kreativ sein kann und die gleichzeitig die Feinmotorik fördern. Heute soll es also darum gehen, wie wir hier aktuell spielerisch die Ausbildung der Feinmotorik unterstützen.

 

Passende Anreize bieten

Was ich oben schon erwähnt habe, sollte stets das A und O sein: Es geht hier nicht um einen Zwang (bloß nicht!), sondern um ein Angebot zum Spielen. Und wenn das Kind kein Interesse hat, sollte das unbedingt akzeptiert werden. Ihr tut nichts Förderliches, wenn ihr euer Kind nötigt, das extra für sie ausgewählte Spielzeug zu nutzen. Auch, wenn ihr euch so sehr auf eine positive Reaktion gefreut habt: Schluckt die Enttäuschung herunter. Glaubt mir, irgendwann wird das Spielzeug interessant werden. Vielleicht ist es nur einfach zu früh.

Für die Anschaffung gilt prinzipiell: Achtet darauf, euer Kind nicht zu überfordern. Kinder sind sehr schnell demotiviert und verlieren den Spaß am Spiel, wenn es zu schwer für sie ist. Das wollen wir ja gerade nicht erreichen. Was Spaß macht, wird auch gerne gespielt, also achtet darauf, dass die Spiele in etwa für das Alter eures Kindes vorgesehen ist. Ein bisschen Flexibilität ist dabei gefragt, denn ihr kennt euer Kind am besten: Solltet ihr also merken, dass das dem Alter angemessene Spielzeug zu leicht oder schwer für euer Kind ist, müsst ihr die Wahl des Spielzeuges entsprechend anpassen. Das ist überhaupt nicht ungewöhnlich.

 

Das richtige Spielzeug

Gibt es so etwas wie das richtige Spielzeug? Auf jeden Fall. Es ist das Spielzeug, das eurem Kind Spaß macht. Ist euer Kind kreativ? Spielt es gerne Rollenspiele? Baut es gerne? Die Vorlieben eures Kindes bestimmen die Richtung, die ihr bei der Auswahl einschlagen solltet. Die Interessen und Vorlieben unserer Kleinen sind sehr wechselhaft – aktuell liebt sie jegliche Aktivitäten, in denen sie kreativ sein kann.

Aber seien wir ehrlich: Es gibt so viel Spielzeug, wer hat da schon den Überblick? Die Entscheidung fällt mir persönlich immer unheimlich schwer. Als ich mich zuletzt umgeschaut habe, musste ich irgendwann an meine eigene Kindheit denken. Ich habe eine Zeit lang unheimlich gerne Ministeck-Bilder gesteckt. Ich weiß gar nicht so genau, ob es das heute noch gibt. Auf jeden Fall hat mich diese Erinnerung in die für uns richtige Richtung gelenkt, so dass ich mich mal bei kreativen Steckspielen bei Jako-O umgesehen habe. Und diese möchte ich euch in diesem Beitrag vorstellen.

 

Bunchems

Feinmotorik fördern kann Spaß machen!

Die Bunchems sind eine recht neue Spielidee, die bei uns aber sofort Anklang gefunden hat. Und wenn ich schreibe “uns”, dann meine ich, dass die kleinen Kugeln selbst auf mich einen gewissen Reiz ausüben

Bunchems sind kleine Kugeln, die aneinandergeklettet werden können. Die Kugeln besitzen rundherum Widerhaken, die es ermöglichen, die Kugeln beliebig aneinander anzubringen und komplexe Figuren und Formen zu gestalten. Bunchems sind auf einer Seite geschlossen, besitzen auf der gegenüberliegenden Seite ein Loch, so dass zusätzliche Accessoires befestigt werden können. Die  Sets enthält davon diverse, z.B. Hüte, Beine, Schnäbel, Brillen, Flügel.

Dadurch, dass sich mit den Bunchems so vielfältige Möglichkeiten ergeben, sind sie bei uns gerade tagtäglich der Renner. Dabei ist das Aneinanderkletten gar nicht so simpel wie man denken könnte. An den Bunchems befinden sich zahlreiche kleine Widerhaken, die sich verketten müssen. Auch beim einfachen Aneinanderdrücken halten sie, aber nicht sonderlich zuverlässig. Für ein richtiges Gestalten von Figuren und insbesondere auch das Anbringen der Accessoires ist ein bisschen mehr Fingerfertigkeit als ein Aneinanderdrücken notwendig.

 

 

Quercetti Fanta Color

Feinmotorik fördern kann Spaß machen!

Dieses Steckspiel ist keine neue Erfindung. Selbst ich kann mich noch an diese Art Steckspiel aus einer Kindheit erinnern. Das Prinzip ist einfach und den meisten vermutlich bekannt: Man erhält eine Steckplatte und verschiedenfarbige Pins mit abgerundeten Köpfen. Diese können beliebig auf der Platte angeordnet werden, um Figuren oder ganze Bilder zu gestalten.

Da es die Sets mit Pins diverser Größen gibt, auch Sets mit gemischten Pingrößen sind erhältlich, eignet sich das Fanta Color-Steckspiel hervorragend, um die Feinmotorik zu schulen. Die Pins müssen gegriffen werden, was je nach Größe eine kleine Herausforderung sein kann. Auch das exakte  Platzieren auf der Platte ist für Kleinkinder nicht so leicht wie es zunächst scheint.

Mit dabei ist ein Heft voller Steckbilder zum Nachstecken. Die Schwierigkeit ist dabei durchmischt und schön, um sich Anregungen zu holen. Tatsächlich wird bei uns aber in den meisten Fällen frei gesteckt, ohne eine Vorlage zu nutzen.

 

 

Was gibt es noch?

Eine andere Kategorie, aber dennoch gut zur Förderung der Feinmotorik sind Spielzeuge, die vermutlich in fast jedem Kinderzimmer zu finden sind. Ob es Lego-Steine sind, die aufeinandergesetzt werden, oder Playmobil-Figuren, die mit Hüten, Gürteln und Gegenständen versehen werden – all das sind nicht nur Möglichkeiten, das freie und kreative Spiel einzuüben. Ganz nebenbei wird die Feinmotorik geschult.

Auch das Spielen von Gesellschaftsspielen wird, je nach Wahl, eine kleine Herausforderung in dem Bereich. Die Spielfiguren an andere Positionen zu versetzen und dabei nicht andere umzuwerfen, ist auch eine Leistung.  Gleichzeitig lernen Kinder dort ein erstes Regelverständnis.  Und das, was viele mit ihren Kindern ohnehin machen, ist nebenbei ganz klar eine Übung für Feinmotorik: einfache Bastelaktivitäten mit Schere, Kleber und Papier.  Ihr seht also: Es gibt zahlreiche Möglichkeit, mit viel Spiel und Spaß etwas für die Feinmotorik eurer Kinder zu tun.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck unserer aktuellen Highlights zur Feinmotorik-Förderung vermitteln. Jetzt bin ich aber neugierig: Besitzt ihr auch ähnliche Steckspiele zu Hause oder habt ihr sogar Erfahrungen mit den beiden vorgestellten machen können? Oder habt ihr Geheimtipps, die ihr teilen möchtet? Verratet es mir in einem Kommentar.

Eure Jennifer