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Kurz und schmerzlos: Schnuller ade! Wie wir entspannt den Schnuller abgewöhnten

Schnuller abgewöhnen auf die entspannte Art: Seit 4 Wochen sind wir nun schnullerfrei.

kasiaczernik via pixabay.comCreative Commons Zero Lizenz

 

Oft hört man in Gesprächen heraus, dass der ein oder andere Elternteil den Schnuller gerne aus dem Zuhause verbannen würde. Das Kind sei schon zu alt oder zu abhängig von dem geliebten Überbleibsel aus Kindertagen. Auf Fotos sehe das ganz doof aus, wenn das fast 3 jährige Kind ständig einen Schnuller im Mund hat. Am besten also ganz schnell den Schnuller abgewöhnen. Alles schon gehört

Ich muss sagen, dass wir uns darüber eigentlich kaum Gedanken gemacht haben. Eher zufällig kamen wir vor einigen Wochen auf das Thema. Unser Erdbeermädchen hatte schon immer eine ziemlich empfindliche Haut. Gerade morgens und nach dem Mittagsschlaf in der Kita zeigen sich unschöne Pickelchen und flächige Rötungen rund um den Mund, die sich erst mit dem Einsatz von Salbe besserten. Spontan überlegten wir also, ob wir den Schnuller nicht einfach entsorgen könnten.

Die schicksalsreiche Autofahrt und die Schnullerfee

Natürlich haben wir die Schnuller nicht einfach entsorgt, sondern vorher das Gespräch mit unserer Kleinen gesucht. Ich fragte sie während einer Autofahrt von der Kita einfach, ob sie den Schnuller eigentlich noch bräuchte. Ich hätte nie gedacht, dass sie daraufhin nein sagen würde. Tat sie aber – auch, wenn sie es definitiv nicht so meinte

Wir erzählten ihr dann von der Schnullerfee, die immer im Auge behält, wie viele Schnuller ein kleines Kind noch hat. Bei uns waren es in etwa 15 bis 20 Stück, die sich so angesammelt hatten Wenn die Schnullerfee also merkt, dass es keine Schnuller mehr gibt, belohnt sie das Kind mit einem kleinen Geschenk. So die Version, die wir dem Erdbeermädchen erzählten.

 

Die Wahl lag bei ihr

Wir haben die Entscheidung bei unserer Kleinen gelassen: Sie entschied selbstständig, dass sie die Schnuller entsorgen möchte und warf jeden Schnuller einzeln in den Müll, den wir dann zusammen wegbrachten. Natürlich hatte ich für den Fall der Fälle noch zwei Schnuller versteckt Sicher ist halt sicher.

Ich glaube, dass es genau der richtige Schritt war, ihr keine Entscheidung vorzusetzen, die wir bereits getroffen hatten. Sie konnte sich das mit dem Schnuller abgewöhnen überlegen und noch bis zum Wegwerfen ihre Meinung revidieren. Hat sie aber nicht getan. Wir hätten nur nicht gedacht, dass das anhält

Als Dankeschön hat die Schnullerfee ihr dann den gewünschten Dinosaurier gebracht. Da war die Freude gleich doppelt groß

 

Die wichtigsten Hürden beim Schnuller abgewöhnen

Eigentlich hat das Erdbeermädchen den Schnuller nur noch zu zwei Gelegenheiten benötigt: Zum Schlafen in der Nacht und zum Mittagsschlaf in der Kita. Selbstverständlich kam am Abend die Frage nach dem fehlenden Schnuller auf. Wir erklärten ihr dann ganz ruhig, dass sie diese ja weggeworfen hatte. Dies wurde bejaht, wenn auch nicht wirklich begeistert. Aber sie schlief nach einigem hin und her dennoch ein.

Die größte Hürde aber war der Mittagsschlaf in der Kita: Denn alle anderen Kinder in der Krippengruppe haben noch einen Schnuller. Doch die Angst war völlig unbegründet. Natürlich fragte sie nach dem Schnuller, wurde dann aber von den Erzieherinnen daran erinnert, dass sie ihre Schnuller ja weggeworfen hatte. Sie durfte sich stattdessen ein Schlaftier aussuchen, das sie seitdem zum Schlafen kuscheln kann.

 

4 Wochen sind es nun her

Und der Schnuller ist schon lange kein Thema mehr. Auch in der Kita spricht sie nicht mehr von ihrem “Nunu”, obwohl sie die anderen Kinder mit Schnuller erlebt. Wir sind unglaublich stolz, dass sie, zwar auf unsere Anregung hin, aber dennoch selbstständig, die Entscheidung getroffen hat, sich von ihren Schnullern zu trennen. Vielleicht war es auch genau richtig, dass wir ohne Druck und eher spontan an die Sache herangegangen sind. Aber wer weiß.

Interessant war vor allem, dass wir nie gedacht hätten, dass das Erdbeermädchen emotional zu weit wäre, ihren Schnuller abzugeben. Sie schien immer noch so abhängig von ihm zu sein – aber wir haben uns getäuscht.

Ich bin neugierig: Wie seid ihr an die Sache herangegangen? Kam bei euch auch die Schnullerfee? Oder ist das Abgeben der Schnuller vielleicht noch nicht in Sicht? Erzählt mir von euren Erfahrungen – ich freue mich darauf

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